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18.07.2011
Lambertz-Team erobert Tabellenspitze
Der TK Kurhaus zwingt Grün-Weiss Mannheim mit 4:2 in die Knie
Spiel, Satz und Sieg Aachen! Großer Jubel im Lager des TK Kurhaus. Mit 4:2 besiegt das Lambertz-Team den amtierenden Deutschen Meister aus Mannheim und setzt sich an die Tabellenspitze der Tennis-Bundesliga. Bereits nach den Einzeln führte man mit 3:1. Den entscheidenden Punkt sicherten letztlich Dominik Meffert und Philipp Petzschner mit ihrem Sieg im Doppel gegen Melzer und Lopez. „Ein überragender Auftritt unserer Mannschaft“, lobte Teamchef Alexander Legsding am Ende des langen Tennis-Tages. „Das war wieder mal ein unglaublich spannender Tennis-Fight!“
Das für 11 Uhr angesetzte Spiel konnte aufgrund einer langen Regenunterbrechung erst um 15 Uhr starten. Der Veranstalter entschied sich erst spät dazu, den Spieltag in der Halle zu beginnen. Die ersten Einzel von Kohlschreiber und Petzschner wurden in der Halle gespielt. Die restlichen Partien konnte dann aber doch auf Sand beendet werden.
Kohli sorgt für ersten Jubel im Aachener Lager
Philipp Kohlschreiber ging als Favorit in die Partie gegen Denis Gremelmayr und wurde dieser Rolle mehr als gerecht. Der an Nummer zwei gesetzte Kurhaus-Profi war der spielbestimmende Mann im ersten Durchgang. Vor allem bei eigenem Aufschlag dominierte Kohlschreiber nach Belieben. Das entscheidende Break gelang dem Bayreuther dann beim Stand von 4:3. Kohli nahm seinem Kontrahenten aus Mannheim den Aufschlag ab und schaukelte Satz 1 mit 6:3 sicher nach Hause. Weitaus ausgeglichener verlief der zweite Durchgang. Keiner der beiden Spieler gab seinen Aufschlag ab, obwohl Kohlschreiber beim Stand von 2:2 gleich drei Breakchancen hatte. Doch Gremelmayr hielt sein Service und erzwang so letztlich den Tie-Break. Doch auch hier der Mann vom Team Aachen deutlich überlegen und siegte letztlich mit 7:6 (7:2). Der erste Schritt zum Sieg gegen den amtierenden Meister war gemacht. Aachen führte mit 1:0.
Petzschner legt nach
Ein hart umkämpftes Match lieferten sich Philipp Petzschner und Björn Phau. Petzschner hatte im ersten Satz das vorentscheidende Break schon fast in der Hand, als er beim Stande von 2:2 mit 40:0 in Führung lag. Doch Phau behielt die Nerven und wehrte alle Breakbälle ab. Im anschließenden sechsten Spiel lag Petzschner auf einmal mit 0:40 hinten, aber auch der Bayreuther konnte am Ende sein Service durchbringen. Beim Stande von 4:3 hieß es erneut Zittern im Lager der Aachener. Phau hatte wieder zwei Chancen zum Break, konnte jedoch wiederum seine Chance nicht nutzen. Jetzt galt es für Petzschner den psychologischen Vorteil auszunutzen. Der Kurhaus-Profi schaffte das erlösende Break zum 6:5 und ließ beim Service zum Satzgewinn nichts mehr anbrennen, so dass der erste Satz mit 7:5 gewonnen werden konnte. Mindestens genauso spannend wie der erste Satz verlief der zweite Durchgang. Phau lag schon aussichtsreich mit einem Break 4:1 vorne, aber Petzschner konterte und schaffte mit drei Spielgewinnen in Folge den Ausgleich zum 4:4. In der entscheidenden Phase des Satzes war es wieder Petzsche der das nötige Glück auf seiner Seite hatte. Beim Stand von 5:5 hatte der Bayreuther sieben Breakbälle und konnte schließlich den siebten Breakball ins Ziel setzen. Phau gab sich aber nicht auf und hatte noch mal die Chance auf das Re-Break bei Petzschners Service zum Matchgewinn. Am Ende jedoch wurde Petzschner für seinen großartigen Kampf belohnt und gewann auch den zweiten Satz mit 7:5. Auch das zweite wichtige Einzel war gewonnen. Das Lambertz-Team lag voll auf Kurs.
Geburtstagskind Brands macht kurzen Prozess mit Brzezicki
Im dritten Einzel des Tages durfte Daniel Brands sein Saison-Debüt für Aachen feiern. Der Deggendorfer bemühte sich jedoch die Nerven seines Trainers Carsten Arriens zu schonen und lieferte eine tolle Vorstellung gegen Juan Pablo Brzezicki. Gleich zweimal nahm Brands seinem Kontrahenten im ersten Satz den Aufschlag ab und gewann am Ende mit 6:3. Auch im zweiten Satz war der Mann vom Lambertz-Team klar der bessere Spieler und siegte auch im zweiten Satz klar mit 6:3. Der dritte Punkt wanderte auf das Konto der Aachener. Somit war ein Punktgewinn gegen Mannheim schon gesichert. Doch der bei noch drei ausstehenden Partien war der Sieg zum Greifen nahe. „Daniel hat richtig stark gespielt und souverän gewonnen. Vor allem sein guter Aufschlag und seine aggressive Spielweise haben ihn auf die Siegerstraße gebracht“, resümierte Legsding nach der Partie.
Mayer bringt den Vorsprung nicht ins Ziel
Im Topspiel des Tages musste Florian Mayer gegen Jürgen Melzer ran. Die Partie begann denkbar schlecht für den Kurhaus-Schützling, denn Melzer nahm ihm direkt das Aufschlagspiel ab und führte wenig später mit 2:0. Doch Mayer kam noch mal zurück, schaffte das Re-Break und den Ausgleich zum 2:2. Doch die Rückkehr von Mayer in den Satz wurde zugleich von Melzer wieder zerstört. Erneut holte sich der Österreicher das Break und siegte mit einem dritten Break mit 6:3. Auch der zweite Durchgang lief nicht sehr vielversprechend für das Lambertz-Team. Mit einem Break voraus führte Melzer mit 4:2. Alles sah schon nach einem glatten Durchmarsch für den Mannheimer aus. Doch Mayer kam nochmal zurück, holte die nächsten drei Spiele und hatte Satzball beim Stande von 5:4 und eigenem Aufschlag. Aber Mayer konnte die große Chance auf den Satzausgleich nicht nutzen und der zweite Satz musste letztlich im Tie-Break entschieden werden. Auch hier lag Mayer mit 5:2 in Führung und sah endgültig wie der sichere Sieger aus, doch Melzer ließ keinen Punkt mehr für den Bayreuther zu und siegte mit 7:6 (7:5). „Eine wirklich bittere Niederlage für Flo“, urteilte Teamchef Legsding. „Florian hat sich prima zurück gekämpft, am Ende aber sicherlich nicht das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite gehabt.“ Mannheim verkürzte den Vorsprung auf 3:1.
Kohli und Cermak verpassen die Vorenstscheidung
Mit einer komfortablen 3:1-Führung ging das Lambertz-Team in die entscheidende Phase der Begegnung. Jetzt sollte noch eines der beiden Doppel gewonnen werden um den Sieg gegen den amtierenden Champion perfekt zu machen.
Im ersten Doppel vertraute Trainer Carsten Arriens auf die Künste von Philipp Kohlschreiber und Frantisek Cermak. Doch die beiden Kurhaus-Profis erwischten einen schlechten Start gegen das Mannheimer Duo Brzezicki/Peya und verloren den ersten Satz mit 4:6. Im zweiten Satz machten es Kohli und Cermak besser und siegten mit 6:2. Zum ersten Mal an diesem Spieltag musste der Champions Tie-Break die Entscheidung herbeiführen. Trotz einer 3:1-, 5:3- und 8:7-Führung gelang es dem Aachener Duo nicht, den Sack zu zumachen. Peya und Brzezicki drehten den Spieß nochmal und siegten mit 10:8. Nur noch 3:2 für Aachen. Sollte am Ende doch „nur“ ein Unentschieden für den TK Kurhaus herausspringen?
Petzschner und Meffert machen Sieg perfekt!
Jetzt ruhten alle Hoffnungen auf Philipp Petzschner und Dominik Meffert. Petzschner traf dabei auf seinen befreundeten Doppel-Partner Jürgen Melzer, mit dem er unter anderem das Wimbeldon-Doppel-Finale 2010 gewinnen konnte. An Melzers Seite spielte der Spanier Lopez. Aber an diesem Tag war gegen das starke Aachen Duo nichts für Mannheim zu holen. Petzschner und Meffert entzauberten Melzer und Lopez und machten mit einem glatten 6:2 und 7:5 den Gesamtsieg perfekt. „Hut ab vor der Leistung von unserer beiden Spielern. Was Petzsche und Dominik in diesem Spiel gezeigt haben war einfach sensationell“, lobte Legsding den Erfolg seines Doppel-Duos. Durch das Remis von Halle in Erfurt steht Aachen zum Ende des vierten Spieltages auf Platz 1 der Tabelle. Ein großer Schritt Richtung Titelgewinn ist vollbracht. |
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