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01.07.2011
Perfekter Start für das Lambertz-Team
Der TK Kurhaus siegt mit 5:1 beim Erfurter Tennis-Club Rot Weiß
„Besser hätte der Saisonstart nicht laufen können“, freute sich Teamchef Alexander Legsding nach dem Auswärtssieg in Erfurt. Mit 5:1 deklassierte das Lambertz-Team den Ligakonkurrenten und holt somit die ersten Punkte im Meisterschaftsrennen. Bereits nach den Einzeln konnte man den Sieg perfekt machen. Alle vier aufgestellten Spieler des Kurhaus-Team konnten ihre Kontrahenten bezwingen und eine 4:0-Führung erspielen. Von den beiden abschließenden Doppel gewann man eines kampflos. Einziger Wehrmutstropfen war die Niederlage der Doppel-Partner Kohlschreiber und Petzschner.
Kohli liefert sich Tennis-Krimi mit Hanescu
Der Saisonauftakt auf der Erfurter Tennis-Anlage am Steigerwald musste zunächst verschoben werden. Da ein Regenschauer über die Thüringer Landeshauptstadt zog, mussten sich Philipp Kohlschreiber und Victor Hanescu etwas gedulden. Um 14:09 Uhr durften sich dann beide Spieler auf die Partie vorbereiten. Wie im Vorfeld schon vermutet hatte Kohli die einmalige Chance, sich für seine Vorjahrespleite im Bundesliga-Heimspiel gegen Hanescu zu revanchieren. Die Zuschauer warteten gespannt auf dieses Duell und wurden in ihren Erwartungen nicht enttäuscht.
Gleich im ersten Satz lieferten sich beide Spieler einen engen Fight und brachten jeweils knapp ihre Aufschlagspiele durch. Beim Stande von 2:2 musste Kohlschreiber jedoch ein erstes Break hinnehmen. Hanescu spielte in diesem Abschnitt des Satzes sehr souverän und machte wenig Fehler. Bei einer 4:2-Satzführung für den Roumänen nahm er dem Lambertz-Profi erneut das Aufschlagspiel ab und setzte sich im ersten Durchgang mit 6:2 durch. Jetzt war natürlich die ganze Erfahrung von Kohlschreiber gefordert. Den zweiten Satz musste er unbedingt gewinnen, um seine Chance auf den Sieg nicht zu verspielen. Und Kohlschreiber erwischte einen Traumstart im zweiten Satz. Direkt zu Beginn gelang ihm das Break gegen den Erfurter. Und diesen Vorsprung gab der Bayreuther bis zum Satzende nicht mehr aus der Hand und gewann mit 6:4. Direkt zum Saisonauftakt sollte also der Champions Tie-Break die Entscheidung herbeibringen. Und der hatte es in sich! Kohlschreiber erwischte den besseren Start und konnte mit 3:1 und 4:2 in Führung gehen. Doch Hanescu kam zurück und glich zunächst zum 6:6 aus und hatte wenige Minuten später zwei Matchbälle beim Stand von 9:7 für den Erfurter. Erneut drohte Kohlschreiber eine Niederlage gegen den starken Roumänen, aber der Kurhaus-Profi schlug noch einmal zurück. Beide Matchbälle wehrte er ab und siegte letztlich mit 12:10. „Was für ein Krimi“, urteilte Legsding im Anschluss der Begegnung. „Toll was beide Spieler auf dem schweren Boden heute gezeigt haben und beeindruckend wie Kohli die Partie doch noch zu unseren Gunsten gedreht hat.“
Greul erkämpft zweiten Punkt für Aachen
Zeitgleich mit der Partie von Kohlschreiber und Hanescu startete auch das Match von Simon Greul gegen Mario Mirneg. Und auch in dieser Partie erlebten die Aachener Anhänger ein Wechselbad der Gefühle. Greul verpatzte den Start im ersten Satz total und lag schnell mit 0:3 zurück. Nachdem der Stuttgarter gerade zum 3:3 ausgeglichen hatte, lag er kurze Zeit später erneut mit einem Break 5:3 zurück. Die große Chance für Erfurts Mirneg den ersten Satz zu entscheiden. Doch Greul wehrte den Satzball von Mirneg ab und sicherte sich das Break zum 4:5. Letztlich musste der Tie-Break die Entscheidung im ersten Satz bringen und hier nutzte der Aachener seinen zweiten Satzball zum 7:6 (7:5). Ein enges Match lieferten sich beide Kontrahenten auch im zweiten Durchgang. Beim Stande von 3:2 für Greul hatte Kohlschreiber gerade seine Partie gegen Hanescu erfolgreich bestritten. Jetzt lag es an Greul den zweiten Punkt für Aachen nachzulegen. Und der Stuttgarter enttäuschte sein Team nicht. Im entscheidenden Moment beim Stande von 5:4 nahm er dem Österreicher das Aufschlagspiel ab und sicherte sich Satz 2 mit 6:4. „Simon hat seinen Gegner regelrecht kaputt gekämpft“, zeigte sich Legsding erfreut. „Eine tolle Leistung in einem sehenswerten Spiel.“
Mayer lässt Malisse keine Chance
Im Spiel der topgesetzten Spieler traf Florian Mayer auf Xavier Malisse. Beide Spieler standen sich wenige Wochen zuvor schon beim Turnier in Wimbeldon gegenüber. Damals mit dem besseren Ende für den Belgier, der in vier Sätzen gegen den Bayreuther gewann. Eine erneute Niederlage wollte sich der Kurhaus-Profi nicht leisten und ging konzentriert in das Spiel. Die Zuschauer sahen zunächst eine ausgeglichene Partie. Beide Spieler konnten ihre Aufschlagspiele erfolgreich durchziehen. Beim Stande von 4:3 hatte Mayer dann die erste Möglichkeit zum Break. Doch Malisse konnte den Breakball zunächst noch abwehren. Kurz vor Satzende gab es jedoch erneut zwei Breakchancen für den Bayreuther und Mayer nutzte den zweiten Breakball zum 6:4 Satzgewinn. Ein ähnliches Bild dann im zweiten Satz. Mayer führte mit 5:4 und konnte im wieder zum perfekten Zeitpunkt gegen Malisse breaken. Auch der zweite Durchgang wurde mit 6:4 gewonnen und mit dem dritten erspielten Punkt war das Tor zum Auftaktsieg weit geöffnet. „Das war ein richtig guter Schlagabtausch. Beide Spieler haben zu jeder Zeit Vollgas gegeben. Aber Flo hatte am Ende immer die passende Antwort auf das Spiel von Malisse“, so Legsding.
Darcis gelingt ein erfolgreiches Comeback
Lange musste man beim Lambertz-Team auf den Auftritt von Steve Darcis im Kurhaus-Dress warten. Verletzungsbedingt konnte der Belgier letzte Saison nur gegen Halle eine Partie für den TK Kurhaus bestreiten. Entsprechend motiviert ging Darcis in die Partie gegen seinen Kontrahenten Ivo Minar aus Tschechien. Nachdem er mit einem Break mit 1:2 im Rückstand lag drehte er mit zwei Breaks in Folge das Spiel und sicherte sich Satz 1 mit 6:3. Der zweite Satz lief weitaus ausgeglichener. Nachdem beide Spieler ohne Aufschlagverlust blieben, musste die Entscheidung im zweiten Satz im Tie-Break fallen. Obwohl Darcis mit einem Mini-Break mit 4:2 schon in Führung lag, sicherte sich letztlich doch der Erfurter Minar den zweiten Satz mit 7:6 (7:5). Wiederum ging es in den Champions-Tie-Break. Auch hier wurde um jeden Punkt gefightet, doch letztlich konnte sich der Kurhaus-Profi mit 10:7 durchsetzen und mit dem vierten eingespielten Punkt den Auftaktsieg bereits vorzeitig perfekt machen.
Kohli/Petzschner müssen sich starkem Doppel-Duo geschlagen geben
In den abschließenden Doppel wollten die Aachener natürlich einen glatten Erfolg herausspielen. Dominik Meffert und Frantisek Cermak bereiteten sich gegen Minar und Mirneg vor. Doch die Partie wurde erst gar nicht gestartet, da Mirneg mit Kreislaufproblemen während des Einspielens kämpfte und schließlich passen musste.
Im zweiten Doppel traten Philipp Petzschner und Philipp Kohlschreiber gegen Kubot und Marach an. Doch gegen das starke Doppel-Duo aus Erfurt fanden die Kurhaus-Männer nie richtig ins Spiel und mussten sich deutlich mit 2:6 und 2:6 geschlagen geben. Trotzdem zeigte sich Trainer Carsten Arriens am Ende des Tages sehr zufrieden: „Das war heute ein hart umkämpfter Spieltag, bei dem wir letztlich immer einen Tick stärker waren. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Team und freu mich besonders über die gute Stimmung untereinander.“
Nach dem erfolgreichen Auftakt steht dem Lambertz-Team der nächste dicke Brocken auf dem Spielplan. Am Sonntag, Spielbeginn ist um 11 Uhr, müssen die Kurhaus-Profis beim großen Titelanwärter TC Blau-Weiß Halle antreten. Halle siegt beim TC Amberg am Schanzl glatt mit 6:0 und setzte sich somit direkt an die Tabellenspitze. „Der Ausgang dieses Spiels kann schon richtungweisend für die Meisterschaft sein“, orakelt Legsding. „Nach der Leistung heute sehe ich allerdings zuversichtlich auf den Spieltag. Die Jungs sind gut drauf und verstehen sich gut untereinander.“ Morgen früh werden die Aachener Richtung Halle aufbrechen. Und anschließend hoffentlich mit dem nächsten Auswärtssieg im Gepäck zurück in die Kaiserstadt steuern. |
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