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09.08.2010
Aachen verabschiedet sich aus dem Titelrennen
Der TK Kurhaus geht mit 1:5 gegen Blau-Weiß Halle unter


Aus der Traum vom Titel-Hattrick. Das Lambertz-Team musste gegen den TC Blau-Weiß Halle eine ganz bittere Pille schlucken. Mit einer deutlichen 1:5-Niederlage verließ die Mannschaft den heimischen Sand. Bereits nach den Einzeln lag der TK Kurhaus mit 1:3 hinten. Und auch in den Doppeln hatte man gegen den starken Kontrahenten keine Chance. Passend zum Ergebnis präsentierte sich das Wetter. Gleich zweimal musste die Begegnung wegen Regen unterbrochen werden. Die Stimmung bei Trainer und Spieler war nach der Pleite entsprechend gedämpft. „Das war heute schon sehr deprimierend“, gab Trainer Gideon Hilb am Abend zu. „Wir haben heute nie ins Spiel gefunden und verdient verloren. Ich bin sehr enttäuscht!“
 
Dabei fing alles so gut an. Daniel Brands eröffnete den Spieltag gegen Marcel Granollers. Bereits im ersten Durchgang zeigte der Deutsche wer der Herr im Hause ist und gewann mit 6:4. Mit seiner druckvollen und aggressiven Spielweise ließ Brands dem Spanier kaum eine Chance. Noch besser lief der zweite Satz. Ohne große Mühe und einer minimalen Fehlerquote gewann Brands mit 6:2. „Daniel hat alles gezeigt, was er drauf hat und verdient gewonnen“, freute sich Trainer Hilb nach der Partie. Der erste Schritt auf dem Weg zum Sieg war gemacht. Aachen führte mit 1:0. Leider sollte das der letzte Punkt sein, den die Kaiserstädter an diesem Tag holen sollten.
 
Was folgte waren drei Einzel bei denen die Kurhaus-Profis jeweils im Champions Tie-Break scheitern sollten. Im Spiel gegen Ruben Ramirez Hidalgo wurde Simone Bolelli zunächst regelrecht überrumpelt. Der Italiener kam im ersten Durchgang überhaupt nicht ins Spiel und verlor deutlich mit 1:6. Der zweite Satz lief dann besser an für den Kurhaus-Spieler. Beim Stand von 3:3 wurden beide Spieler erst mal zu einer Zwangspause verdonnert. Der Regen setzte ein im Aachener Kurpark. Nachdem das Spiel wieder aufgenommen werden konnte, zeigte sich Bolelli deutlich stärker und gewann letztlich mit einem Break den zweiten Satz mit 6:3. Die Hoffnung kehrte wieder zurück, war aber leider nicht von großer Dauer. Denn im entscheidenden Champions Tie-Break zog  der Aachener wieder den Kürzeren und verlor mit 7-10.
 
Anders als Bolelli erwischte Florian Mayer einen glänzenden Start. Bei seiner Saison-Premiere für das Kurhaus Lambertz Team hatte er es mit dem Polen Peter Luczak zu tun. Überzeugend und dominierend gestaltete Mayer den ersten Satz und gewann mit 6:4. Auch im zweiten Durchgang stand der Bayreuther immer kurz davor das Match für sich entscheiden. Doch Luczak hielt sich bis zum Tie-Break in der Partie und lieferte sich einen echten Fight gegen den Deutschen, mit dem unglücklicheren Ende für Mayer. Satz 2 ging mit 6:7 verloren. Jetzt galt es im Champions Tie-Break die Nerven zu bewahren, doch hier versagte Mayer völlig. Mit einer ungewohnt schwachen Leistung verlor er auch hier mit 6:10. „So schwach wie im Champions Tie-Break habe ich Florian in dieser Saison noch nicht gesehen“, resümierte Trainer Hilb am Ende der Partie.
 
Jetzt galt es für Steve Darcis noch vor den Doppeln wenigstens noch auszugleichen. Doch leider wurde der Belgier durch den erneut einsetzenden Regen ausgebremst. Mit 6:3 und 5:4 befand sich der Kurhaus-Profi schon auf der Siegerstraße, ehe ihn der Wettergott einen Strich durch die Rechnung machte. Sein Gegner Santiago Ventura fand nämlich nach Wiederaufnahme der Partie besser ins Spiel. Der Spanier drehte die Partie. Gewann Durchgang 2 mit 7:5 und auch den Champions Tie-Break mit 10:4. „Die Jungs aus Halle sind unglaublich nervenstark im Champions Tie-Break. Leider konnten wir heute im entscheidenden Moment nicht dagegen halten und mussten alle drei Champion Tie-Breaks abgeben“, zeigte sich Hilb hier bereits schon sichtlich enttäuscht.
 
Mit einem Zwischenstand von 1:3 ging es nun in die abschließenden Doppel. Der Sieg war also auch jetzt schon nicht mehr möglich und die Stimmung im Team spürbar schlecht. Die Doppel-Teams Mayer/Brands und Bolelli/Vanek wollten nun wenigstens noch einen Punkt für Aachen einfahren. Am Ende scheiterten alle vier bei dieser Mission. Mayer und Brand verloren gegen Luczak und Kas mit 4:6 und 2:6. Bolelli und Vanek unterlagen dem Team Granollers/Ventura mit 4:6 und 3:6. 
 
„Leider konnten wir diese Saison keines der großen Teams schlagen. Da ist die Enttäuschung natürlich riesengroß. Nicht nur über die Niederlagen, sondern auch wie sich die Mannschaft an manchen Tagen präsentiert hat. Den Teamgeist, der uns die letzten beiden Jahre so stark gemacht hat, habe ich in dieser Spielzeit doch stark vermisst. Jetzt werden wir uns hinsetzen und die Fehler suchen. Man muss nach dem mäßigen Abschneiden in diesem Jahr sicherlich einige Sachen verändern“, bilanzierte Hilb.





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