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02.08.2010
Der TK Kurhaus bleibt im Rennen
4:2 Sieg beim TC Blau-Weiß Neuss – muss aber weiterhin auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen


„Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns“, gab Alex Legsding am Ende des Spieltages bekannt. Und die Erleichterung über den Erfolg konnte man bei Spielern, Trainer und Fans deutlich spüren. Nach einem Remis (2:2) in den Einzeln, konnte der TK Kurhaus letztlich durch zwei starke Auftritte im Doppel den 4:2-Sieg perfekt machen. Mit zwei Punkten im Gepäck, ging es entspannt auf die Heimreise nach Aachen. „Nach den Niederlagen am letzten Wochenende haben wir heute hoffentlich die Trendwende geschafft. Der Sieg sollte uns genug Selbstvertrauen für die letzten beiden Heimspiele geben“, bilanzierte Trainer Gideon Hilb die Ereignisse des Tages.
 
Für einen erfolgreichen Start in diesen Sonntag war heute Pablo Cuevas verantwortlich. Im Spiel gegen Julian Reister war er von Beginn an tonangebend und holte den ersten Satz ungefährdet mit 7:5. Reister gab sich allerdings nicht so leicht geschlagen. Mit einem schnellen Break im zweiten Durchgang kämpfte er sich wieder in die Partie. Der Kurhaus-Profi verlor Satz 2 mit 3:6 und musste in den Champions Tie-Break. Doch der Uruguayer zeigte nervenstark und entschied die Verlängerung mit 10:4 für sich. Der erste Punkt landete auf dem Aachener Konto. „Pablo war vor allem im entscheidenden Satz voll konzentriert, und hat sich den Sieg zurecht verdient“, freute sich Teamchef Legsding für seinen Schützling.
 
Während sich Cuevas auf der Siegerstraße befand, lag Simone Bolleli im ersten Satz zurück. Etwas schwerfällig quälte sich der Italiener durch den Satz und musste Jesse Hatu Galung mit 4:6 den Vortritt lassen. Ein völlig veränderter Kurhaus-Profi drehte aber anschließend richtig auf. Souverän gewann er Satz 2 mit 6:3 und führte auch im entscheidenden Champions Tie-Break bereits mit 7:4, mit der großen Chance den nächsten Punkt zu machen. Doch statt auf 8:4 zu erhöhen, holte sich der Niederländer aus Neuss den Punkt. Der Knackpunkt in der Partie. Hatu Galung kämpfte sich bis auf 9:9 heran, und ließ letztlich Bolleli mit 9:11 den Platz als Verlierer verlassen. „Simone hatte es im Champions Tie-Break selbst in der Hand. Leider kam sein Gegner noch einmal sensationell zurück. Das war ein unglücklicher Punktverlust für unser Team“, resümierte Trainer Hilb.
 
Im dritten Einzel erging es Daniel Brands leider nicht viel besser als Bolelli. Im Zweikampf mit dem Spanier Albert Ramos-Vinolas hatte er im ersten Satz das Nachsehen und verlor mit 4:6. Auch im zweiten Durchgang fand der Lambertz-Neuling kein Rezept gegen einen routiniert aufspielenden Gegner und zog mit 3:6 auch hier den Kürzeren. „Daniel fehlte heute irgendwie das Selbstvertrauen in seine eigene Stärke. Er hat gefightet und alles gegeben, aber es hat eben nicht gereicht“, sagte Hilb nach der Partie.
 
Die 1:0-Führung war also in einen 1:2-Rückstand verwandelt worden. Jetzt lag der Druck auf den Schultern von Aachens Nummer 1. Philipp Kohlschreiber sollte vor den abschließenden Doppel die Chance auf einen Gesamtsieg erhalten. Und der Lambertz-Profi wurde den Erwartungen zunächst gerecht. Mit 6:3 gewann „Kohli“ locker den ersten Satz. Durch ein unnötiges Break im zweiten Durchgang gab er allerdings das Match wieder aus der Hand. Zum dritten Mal an diesem Tag musste das Champions Tie-Break die Entscheidung bringen. Und hier ließ sich Kohlschreiber durch nichts beirren. Mit einem überragenden Spiel machte er schnell alles klar und setzte sich mit 10:4 am Ende durch. Aachen hatte ausgeglichen. Jetzt war der Sieg noch möglich. „Die Entschlossenheit von Philipp im ChampionsTie-Break hat mich sehr beeindruckt“, freute sich Legsding über den zweiten Punkt für den TK Kurhaus.
 
Zwei Siege mussten jetzt in den Doppeln her. Und schnell sorgten beide Doppel-Paare dafür, dass sich die Aachener Fans entspannt zurück legen konnten. Das „Philipp-Duo“ Petzschner und Kohlschreiber ließ den Kontrahenten Lorenzi und Ramos-Vinolas keine Chance. Mit 6:4 und 6:2 setzten sich die Kurhaus-Profis locker und souverän durch.
 
Noch besser machten es Cuevas und Bolleli in ihrem Spiel gegen Reister und Hatu Galung. In einer Rekordzeit von knapp 40. Minuten schickten sie das Neusser-Duo mit 6:1 und 6:2 vom Platz. „Das waren die beste Doppel-Leistung in dieser Saison“, strahlte der ein zufriedener Trainer. „Sowohl die Leistung von „Petzsche“ und „Kohli“ als auch der imposante Auftritt von Pablo und Simone war einfach nur hervorragend.“ Und auch der Teamchef zeigte sich von beiden Doppel-Paaren angetan: „Die Harmonie der beiden Paare war einfach unglaublich. Cuevas und Bolleli haben sich blind verstanden, und auch unsere beiden Philipps haben gut harmoniert. Einfach nur Klasse!“
 
Dem Lambertz-Team bleiben jetzt noch zwei Heimspiele, um die Saison erfolgreich ausklingen zu lassen. Mindestens der zweite Platz steht als Ziel auf der Kurhaus-Fahne. Aber vielleicht gelingt durch einen Ausrutscher der Konkurrenz auch noch der ganz große Erfolg.





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