Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++
25.07.2010
Titelverteidigung rückt in weite Ferne
Lambertz Team verliert das Spitzenspiel gegen Düsseldorf mit 2:4


36 Stunden nach der bösen Überraschung gegen Mannheim musste der TK Kurhaus einen weiteren Rückschlag auf dem Weg zur Titelverteidigung hinnehmen: Im Spitzenspiel beim Rochusclub Düsseldorf unterlag das Lambertz-Team mit 2:4. Der Tabellenzweite profitierte von der verletzungsbedingten Aufgabe von Philipp Petzschner, der sich am Vortag eine Kapselverletzung zugezogen hatte und nach drei Spielen das Handtuch warf. „Es ist ganz bitter, dass er in so einer wichtigen Phase aufgegeben hat. Mit drei Einzelspielern kannst du nicht gegen Düsseldorf gewinnen“, bilanzierte Aachens Coach Gideon Hilb enttäuscht.
 
Da Daniel Brands bereits im Flieger Richtung Gstaad saß, packte Jiri Vanek seine Tasche und reiste mit in die Landeshauptstadt. Der Tscheche eröffnete schließlich auch das Duell der Meisterschaftsanwärter: Er traf auf Mischa Zverev, der in den vergangenen Wochen langsam aber sicher wieder zu alter Leistungsstärke gefunden hatte. Mit einem Blitzstart überrumpelte Düsseldorfs Nummer vier Vanek (0:4). Der Tscheche bewies jedoch Moral und fightete sich auf 4:5 heran. Am Ende sollte Zverev seinen Vorsprung aber knapp ins Ziel retten. Pablo Cuevas, der zeitgleich auf dem Nebenplatz spielte, ließ sich weder von seinem Gegner Dustin Brown noch vom leichten Nieselregen einschüchtern. Im Gegenteil: Sein frühes Break ebnete den Weg zum ersten Aachener Punkt. Der für Düsseldorf startende Jamaikaner Brown ging nach dem Aufschlagverlust immer mehr Risiko, Cuevas hielt mit viel Konzentration und Spielkontrolle dagegen. Weder der erste (6:2) noch der zweite Satz (6:2) geriet in Gefahr, so dass der Uruguayer den ersten Punkt für das Lambertz-Team sicherte. „Mit dem schnellen Break hat Pablo seinem Gegner den Zahn gezogen. Er hat klasse gespielt“, stellte Hilb zufrieden fest.
 
Da hatte Jiri Vanek bereits das vorentscheidende Break zum 2:5 kassiert, am Ende ging der zweite Satz mit 6:2 an Zverev. Philipp Petzschner spielte sich daraufhin warm und meldete sich einsatzbereit – eine Fehleinschätzung: Nach zwei schnellen Breaks führte der Spanier Juan Ignacio Chela 3:0. Petzschner signalisierte dem Schiedsrichter noch vor dem Seitenwechsel, dass das mit Spannung erwartete Spitzenspiel nicht mehr weiter geht. „Unter dem Strich hätte es uns mehr geholfen, wenn er nicht gespielt hätte“, ärgerte sich Teamchef Alex Legsding über den „unnötigen“ Punktverlust.
 
Wie schon am Freitag gegen Mannheim war es nun an Simon Greul, den Ausgleich zu erkämpfen. Er bekam es mit dem Österreicher Daniel Köllerer zu tun, der die geballte Leidenschaft des Stuttgarters abbekam: Nur zwei Spiele ließ Greul seinem Gegenüber im ersten Durchgang. Im zweiten Satz änderten sich die Vorzeichen allerdings, da der Österreicher die Spielkontrolle an sich riss und mehr Aggressivität an den Tag legte: Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (2:2) ließ Köllerer nicht mehr viel zu (6:3) und der Champions Tie-Break musste die Entscheidung bringen. Hier entwickelte sich ein absoluter Nervenkrimi: Greul erkämpfte sich eine 6:4-Führung, Köllerer schlug zurück und drehte das Spiel – 9:7, zwei Matchbälle für Düsseldorf. Greul verkürzte (8:9), um dann mit einem unglaublichen Volley-Stopp cross auszugleichen. Köllerer zeigte sich unbeeindruckt, holte sich Matchball Nummer 3 und brachte den diesmal durch – der Rochusclub führte 3:1 vor den abschließenden Doppeln. „Das war ein sehr interessantes Spiel. Im zweiten Satz hat sich Simon leider die Butter vom Brot nehmen lassen, im Champions Tie-Break war es einfach nur Peck“, urteilte Teamchef Legsding.
 
Der Düsseldorfer Himmel zog sich immer mehr zu, als die Doppelspezialisten Pablo Cuevas und Michal Mertinak dem starken Rochusclub-Doppel Santoro/Zverev ihre Grenzen aufzeigten. Beim Stand von 5:2 musste das Aachener Duo jedoch mit dem Umzug in die Halle vorliebnehmen, während Simon Greul und Jiri Vanek sich einen harten Kampf mit Brown/Köllerer lieferten. Im zweiten Doppel hatten die Düsseldorfer das bessere Ende auf ihrer Seite: Satz 1 ging mit 6:2 an den Rochusclub, wobei Greul und Vanek zahlreiche Break-Chancen ungenutzt ließen. Nur ein Spiel mehr gab es auf dem Nebenplatz für Santoro/Zverez. Im zweiten Durchgang reichte Cuevas und Mertinak schließlich ein Break, um den Sieg nach Hause zu bringen (6:4) – nur noch 2:3. Sollten Greul und Vanek noch die Wende und somit den Ausgleich noch schaffen? Die Antwort lieferten die beiden Aachener zwar äußerst leidenschaftlich, aber leider mit einem traurigen Ende: Brown und Köllerer gewannen auch den zweiten Satz und entschieden das Spitzenspiel zugunsten Düsseldorfs. „Aus diesem Wochenende hätten wir einen Punkt mitnehmen müssen, um noch ins Meisterschaftsrennen einzugreifen. Jetzt wird es richtig, richtig schwer“, vermutete Legsding.  





© Tennis Klub Kurhaus Bad Aachen 2000-2010 - Alle Rechte vorbehalten
Lambertz