Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++ Deutscher Meister 2008 & 2009 +++
02.07.2010
Die Meistermacher
Gideon Hilb uns Alex Legsding im Interview


Ohne sie wäre die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre nicht zu Stande gekommen: Kurhaus-Trainer Gideon Hilb und Teamchef Alexander Legsding. 
 
Gemeinsam haben sie den Kader zusammengestellt, geformt und gefördert. Mit dem Meisterduo sprach Benjamin Jansen über die Titelverteidigung, die ärgsten Konkurrenten und einen ganz besonderen Wunsch.
 
Die Titelverteidigung war spannend bis zum Schluss. Wie groß war die Erleichterung, als ihr den Meisterpokal erneut in die Höhe stemmen konntet?
Gideon: Es war weniger ein Gefühl der Erleichterung, sondern vielmehr der Stolz auf die Mannschaft und das gesamte Team drumherum. Den Titel ein zweites Mal 
geholt zu haben, ist einfach phantastisch.
Alex: Über die Titelverteidigung habe auch ich mich natürlich sehr gefreut. Damit haben wir bewiesen, dass unser Erfolg keine Eintagsfliege war. Der Jubel beim ersten Titel war allerdings viel größer. Das soll aber nicht bedeuten, dass hier schon ein Gewöhnungseffekt eingetreten ist.
 
Die ärgsten Verfolger kamen im vergangenen Jahr aus Düsseldorf und Halle. Wen habt ihr dieses Jahr auf der Rechnung?
Alex: Allen voran ist natürlich Blau-Weiß Halle zu nennen. Sie wollen es in dieser Saison mit aller Macht wissen. Aber auch der Rochusclub Düsseldorf gehört zu den Topfavoriten. Daneben haben auch Grün-Weiß Mannheim und der Wiederaufsteiger Erfurter TC Ambitionen angemeldet.
Gideon: In diesem Jahr ist die Liga noch stärker. Wie Alex schon gesagt hat, Blau-Weiß Halle will unbedingt Meister werden und hat das auch als Saisonziel offiziell ausgerufen. Aber auch Mannheim, Düsseldorf und wir haben gute Chancen.
 
Der Kader setzt sich zum Großteil aus den Meisterspielern der Vorjahre zusammen. Ist eine „eingeschworene“ Truppe von Vorteil?
Gideon: Ich sehe es schon als kleinen Vorteil, dass die meisten Spieler der letzten Saison wieder zur Verfügung stehen. Man kennt sich schon und weiß, wie einer in einer Stresssituation reagiert und sich verhält.
Alex: Gideon hat Recht, der Teamgeist ist nicht zu unterschätzen. Jeder bringt sich ein. Es gibt keine „Extra-Würste“, für niemanden!
 
In dieser Saison dürfen erstmals 14 statt 12 Spieler gemeldet werden. Ein Vorteil oder eher Nachteil?
Gideon: Die Anzahl auf 14 Spieler zu erhöhen, war notwendig, da es für jede Mannschaft manchmal schwierig war, vier Spieler zu stellen. Der Spielraum ist größer geworden und auch verletzungsbedingte Ausfälle können besser verkraftet werden.
Alex: Zwei zusätzliche Spieler erhöhen natürlich unsere Planungssicherheit. Gerade im Hinblick auf die doch schwierigere Situation bei den letzten Spieltagen. 
 
Apropos zusätzliche Spieler. Was versprecht ihr euch von den Neuzugängen Cuevas und Co.?
Gideon: Ich freue mich sehr auf unsere Neuzugänge. Pablo Cuevas habe ich schon einige Male gesehen und er war von Anfang an einer meiner Wunschkandidaten. Daniel Brands habe ich live in Hamburg bei einer überragenden Leistung gegen den damaligen Top 10-Spieler Gilles Simon erlebt. Mit Ruben Bemelmans trainiere ich schon seit drei Jahren zusammen – in meinen Augen ein sehr großes Talent.
Alex: Pablo Cuevas ist ein sehr sympathischer Spieler, der sicherlich gut in das Lambertz-Team passt. Vor zwei Jahren hat er den Doppel-Titel bei den French Open in Paris gewonnen. Mittlerweile hat er es auch im Einzel in die Top 50 geschafft. Unsere Neuzugänge werden die Qualität des Kaders weiter anheben.
 
Welchem Spiel fiebert ihr besonders entgegen?
Gideon: Dass die Bundesliga in diesem Jahr so stark wie noch nie ist, lässt sich auch an den Spielern ablesen: Nicolas Kiefer, Jürgen Melzer, Viktor Troicki und weitere absolute Top-Leute. Es gibt keine einfachen Spiele in dieser Liga, dazu ist die Leistungsdichte viel zu hoch. Natürlich würde ich mich freuen, wenn am vorletzten Spieltag Blau-Weiß Halle kommt und beide Teams noch um den Titel spielen würden.
Alex: Die Partien gegen den Rochusclub Düsseldorf, Grün-Weiß Mannheim und auch gegen Blau-Weiß Halle waren immer etwas ganz Besonderes. Daran wird sich auch in dieser Saison nichts ändern.
 
Und wenn ihr diese Partien gewonnen habt, ist der Titelhattrick dann perfekt? 
Alex: Das muss sich sportlich ergeben. Also müssen viele Punkte her. An den Durchmarsch eines Teams, so wie wir es im Jahr 2008 beim ersten Titel vorgemacht haben, glaube ich im Hinblick auf die 
Leistungsdichte nicht. Es wird ein „Kopf an Kopf-Rennen“ bis zum Schluss geben. Wir hätten aber nichts dagegen, beim letzten Heimspiel dann doch wieder den Pokal mit Champagner zu füllen.
Gideon: Wer mich kennt, weiß genau, dass ich sehr ehrgeizig bin und alles versuchen werde, den Titel wieder nach Aachen zu holen. Aber es gehört auch eine gehörige Portion Glück dazu. Wir dürfen nicht vergessen, dass letztes Jahr gegen Blau-Weiß Halle das entscheidende Doppel 14:12 im Champions-Tiebreak, nach zwei Matchbällen gegen uns, gewonnen wurde. Natürlich wollen wir diesmal ähnlich erfolgreich abschneiden. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf die Bundesligasaison 2010. Nur so am Rande: Ich habe drei Enkel. Zwei haben von mir die Meistertrophäe geschenkt bekommen. Die Jüngste hat vor Kurzem zu mir gesagt: Ich will auch so einen Pokal! Ich hoffe, dass wir ihr diesen Wunsch erfüllen können.





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